Rede-Kauderwelsch: Konzernchefs vergeben Chance auf Anerkennung

VRdS begrüßt Verständlichkeits-Ranking der Universität Hohenheim
Rede-Kauderwelsch: Konzernchefs vergeben Chance auf Anerkennung

Der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) begrüßt die Untersuchung der Universität Hohenheim auf Verständlichkeit von Manager-Reden. “Es ist wichtig das Thema Redenqualität noch stärker ins Bewusstsein von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu rücken”, erklärt dazu VRdS-Präsident Dr. Vazrik Bazil. “Wer sich nicht verständlich ausdrückt, überlässt es anderen, ihn zu interpretieren. Dessen sollten sich Redner stets bewusst sein.”

Der VRdS hatte bereits im März 2009 unter dem Titel “Mehr Inhalt, weniger Performance” für verständliche Reden auf den Hauptversammlungen deutscher DAX-Unternehmen plädiert. Glaubwürdigkeit erreichten die Vorstandsvorsitzenden bei ihren Reden weniger durch endlose Zahlenketten, als durch verständliche und motivierende Botschaften, hieß es seinerzeit in der Pressemitteilung des VRdS.

“Je verständlicher die Rede ist, desto weniger ist der Redner auf eine beeindruckende Inszenierung seiner Rede angewiesen”, betont daher Vazrik Bazil. Eine Studie, die der VRdS in Zusammenarbeit mit der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG), dem Institut für Demoskopie Allensbach und dem Institut für Publizistik der Universität Mainz durchgeführt hatte, kam schon vor fünf Jahren zu dem Ergebnis, dass rhetorische Kompetenz und Körpersprache nur bedingt über inhaltliche Schwächen hinwegtäuschen können. “Inhalt und Form der Rede sind entscheidend für das Verständnis und damit auch für das Image des Redners und des Unternehmens, das er nach außen vertritt”, so Bazil.

Wie die Universität Hohenheim ist auch der VRdS der Meinung: Wer in der Lage ist, durch eine klare Sprache von einer breiten Öffentlichkeit verstanden zu werden, der handelt klug und weitsichtig. Wer sich zu kompliziert ausdrückt, unbekannte oder unverständliche Fremdwörter benutzt oder in Schachtelsätzen spricht, verspielt wichtige Chancen auf Anerkennung, Zustimmung und Imagegewinn – auch bei Fachleuten in Wirtschaft, Politik und Verwaltung.
Der VRdS wurde 1998 in Bonn gegründet. Er plädiert für lebendige und verständliche Reden, mit denen Informationen und Botschaften glaubwürdig vermittelt werden. Dem Verband gehören derzeit mehr als 460 Redenschreiber und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Sie liefern Redemanuskripte und Formulierungsvorschläge und beraten Redner in Politik und Wirtschaft sowie Privatleute und ehrenamtliche Mandatsträger.

Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS)
Claudius Kroker
Kapitelshof 26
53229 Bonn
presse@vrds.de
(0228) 4107721
http://www.vrds.de